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Beraterwechsel

Sie spielen mit dem Gedanken, Ihren Berater zu wechseln?

Das ist kein Problem. In der Praxis ist ein Beraterwechsel völlig unkompliziert, sofern beim vorherigen Berater keine offenen Honorarforderungen mehr bestehen und keine feste Vertragslaufzeit geregelt wurde. Sollte dies der Fall sein, könnte es sein, dass der ehemalige Berater ein Zurückbehaltungsrecht geltend macht und Unterlagen sowie ggf. verwaltete Datenbestände zurückbehält. Bitte beachten Sie auch, dass ein ehemaliger Berater nach Beendigung seiner Tätigkeit zur Berufsverschwiegenheit verpflichtet ist.

Ein Verstoß hätte straf- und berufsrechtliche Konsequenzen.
Sonst steht einem Wechsel nichts im Wege. Wir möchten Sie allerdings noch darauf hinweisen, dass für bereits begonnene Tätigkeiten ein Honoraranspruch besteht. Somit wäre eine Fertigstellung von regelmäßigen, bereits begonnenen Leistungen aus Kostengründen empfehlenswert. Doch dann können Sie Ihrem Berater schriftlich mitteilen, dass Sie sich künftig von der Kanzlei Servos Winter & Partner GmbH beraten lassen.

Wir setzen praktisch durchweg die Software der DATEV in ihrer jeweils aktuellsten Version ein. Die DATEV kann vielfältige Daten in ihre EDV-Landschaft importieren. Sollte Ihr alter Berater nicht mit der Software der DATEV gearbeitet haben, prüfen wir gerne, ob wir die Fremddaten importieren können. 

Gerne sind wir Ihnen hierbei auch behilflich. Fragen Sie uns! 

FAQ Beraterwechsel

Hier die Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Steuerberaterwechsel:

2. Kann man einfach das Mandantschaftsverhältnis mit dem bisherigen Steuerberater kündigen?

Ja, solange es keine Steuerberatervertrag zwischen Ihnen und dem Steuerberater gibt. Hier sind dann gegebenenfalls Kündigungsfristen zu beachten.

3. Habe ich mit meinem Steuerberater einen Steuerberatungsvertrag?

Hat ein Steuerpflichtiger einen Steuerberater beauftragt, liegt hier ein Steuerberatungsvertrag zugrunde. Häufig wird dieser gar nicht schriftlich fixiert, sondern die Parteien vereinbaren mündlich was zu vereinbaren ist und das war es. Doch immer mehr Steuerberater gehen dazu über schriftliche Steuerberatungsverträge abzuschließen. Der Hintergrund ist die Klarheit über die vereinbarten Leistungen und natürlich auch über das Honorar.

4. Was für Vertragsmöglichkeiten zwischen mir und meinem Steuerberater gibt es?

Es gibt zwei Möglichkeiten für die Verträge. Die eine Möglichkeit ist ein Steuerberatungsvertrag über eine bestimmte Dienstleistung, zB. das Erstellen einer Einkommensteuererklärung oder das Erstellen einer Erstellen eines Gutachtens. Hier liegt dann ein sog. Werkvertrag vor, der jederzeit gekündigt werden kann. Von beiden Seiten. Doch hier kann der Steuerberater, bei Kündigung des Mandanten, das Honorar in Rechnung stellen, selbst wenn die die Leistung nicht oder nicht vollständig erbracht wurde. Diese Steuerberatungsverträge sind aber eher selten anzutreffen und werden vor Gericht auch kaum anerkannt. Der übliche Steuerberatungsvertrag besteht in Form eines Dienstvertrags. Das sind Steuerberatungsverträge, mündlich oder schriftlich, in denen die allumfassende steuerliche Vertretung vereinbart wird. Diese Verträge sind auch jederzeit ohne Angaben von Gründen von beiden Seiten kündbar. Hier kann der Steuerberater nur das in Rechnung stellen, was er tatsächlich geleistet hat.

5. Gibt es Kündigungsfristen?

Zwar sieht das Bürgerliche Gesetzbuch keine Kündigungsfristen vor, doch kann dies im Steuerberatungsvertrag anders gestaltet sein. Eine Kündigungsfrist kann also vertraglich vereinbart werden. Dies muss dann aber tatsächlich Vertragsinhalt sein. Ein Verweis auf allgemeine Geschäftsbedingungen oder eine mündliche Vereinbarung hält vor Gericht nicht stand.

6. Kann man einfach den Vertrag mit dem bisherigen Steuerberater kündigen?

Ja, Sie können den Vertrag sogar mit sofortiger Wirkung kündigen, wenn Sie das Vertrauen zu Ihrem alten Berater verloren haben.

7. Kann der Steuerberater das Mandantschaftsverhältnis kündigen? 

Ja, auch der Steuerberater kann das Mandantschaftsverhältnis kündigen. Ein Steuerberater wird in erster Linie kündigen, weil der Mandant seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Doch gibt es hier eine gesetzliche Einschränkung. Der Steuerberater darf nicht zu „Unzeiten“ kündigen. Ist er also beispielsweise in den letzten Zügen der Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen für einen Mandanten und die Abgabefristen beim Finanzamt laufen in Kürze ab, ist die Kündigung schwer zu vertreten.

8. Wird der alte Steuerberater Probleme bereiten, z.B. bei der Herausgabe von Unterlagen und was passiert mit den Daten, die sich noch dort befinden?

Für Steuerberater gibt es spezielle Berufspflichten; diese verpflichten den Steuerberater auch dazu, eine reibungslose Mandatsübergabe zu ermöglichen, das betrifft die Herausgabe der Unterlagen und die elektronische Datenübermittlung an den neuen Steuerberater.

9. Gibt es Probleme mit dem Finanzamt?

Nein, das Finanzamt hat bei der Wahl, wer Sie bei der Einhaltung Ihrer steuerlichen Pflichten berät, keinen Einfluss.

10. Kann mich mein neuer Steuerberater beim Wechsel unterstützen?

Ja, der neue Steuerberater kann auch Hilfe leisten die Kündigung des alten Steuerberaters reibungslos zu gestalten. Abgesehen von den möglicherweise vereinbarten Kündigungsfristen kann er behilflich sein Daten zu transferieren. Hat der Mandant z.B. eine laufende Buchhaltung oder Lohnbuchhaltung besteht die Möglichkeit die Daten vom alten Steuerberater auf den neuen Steuerberater zu übertragen. Damit muss der neue Steuerberater nicht bei Stunde „0“ anfangen und Mandant und Steuerberater sparen Zeit und Geld.

11. Gehen Haftungsansprüche bei einem Beraterwechsel verloren?

Nein, die Haftung für Beratungsfehler des bisherigen Beraters bleibt bestehen.

Gerne stehen wir Ihnen für ein unverbindliches Erstgespräch zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.